Konzentrationsloch

Man könnte es mit den Worten eines davonfliegenden Ballons beschreiben: Die dünne Plastikschnur rutscht dir durch die Hände, entgleitet dir und bevor du es realisiert, schwebt der Ballon bereits in der Höhe, in der es dir unmöglich ist, ihn wieder in deinen Besitz zu nehmen. Aber schlussendlich ist doch genau das seine Bestimmung. In der Luft zu schweben ohne von jemandem zurückgehalten zu werden. Vielleicht denkt sich mein Hirn gerade das selbe. Denn egal wie sehr ich mich auch anstrenge, meine Konzentration auf den öden Wirtschaftsunterricht zu lenken, der sich seit gefühlten Wochen um die Finanzkrise im XX. Jahrhundert dreht und wendet, umso mehr gleiten meine Gedanken in tiefe Ecken meines Unterbewusstseins. Es ist eigentlich nichts Einschneidendes passiert in den letzten Wochen was meine Unkonzentriertheit derart rechtfertigen würde. Nun ja, vielleicht ist das nicht ganz wahr. Mein Herzschlag ist ziemlich unregelmässig seit einigen Wochen, und doch nimmt mich diese Situation nicht derartig ein. Möglicherweise ist auch nur aller Anfang schwer, schliesslich ist es mehr als ein halbes Jahr her, als ich das letzte mal in den Hörsälen sass. Und je öfter ich aus den Fenstern dieser Hallen starre, umso höher fliegt mein Ballon und umso mehr verschwindet er irgendwann im strahlenden Blau des Himmels.

PS: Ich bastle gerade an einem neuen Blogdesign auf einem neuen Anbieter. Mein Blog wird also demnächst umziehen. Just sayin...

2015


zu behaupten das jahr 2015 wäre an mir vorbeigezogen, wie eine lautlose, schwebendleichte feder, wäre mehr als gelogen. ich glaube die letzten 365 tage waren die turbulentesten, die ich jemals durchgestanden habe. aber am ende des tages, wenn man in sein bett fällt und alle mühseligkeit von sich abzuschütteln versucht, kommt es nicht darauf an, wieviele male man sich am morgen nicht getraut hat, seinen fuss auf den kalten boden zu setzen, aufzustehen und erneut gegen das ungewisse anzukämpfen. sondern es kommt darauf an, wer am morgen neben dir liegt, dir aufhilft und dich durch enge pässe hindurch begleitet. und es kommt darauf an, was du aus der zeit machst, die dir gegeben wird. das jahr 2015 hat mich an wunderbare orte geführt, ich bin menschen begegnet, die mich täglich daran erinnern, dass das gute auf dieser welt überwiegt, auch wenn ich momentan der meinung bin, dass diese welt sich langsam aber sicher dem abgrund entgegen neigt - aber das ist eine andere geschichte. dass wichtigste ist doch, dass man nach rückschlägen wieder die kraft findet, seine augen auf jenes zu richten, was einem im tiefen inneren ein gutes gefühl gibt.

update

mein blog erstrahlt in neuem glanz! mehr oder weniger... so ganz zufrieden bin ich noch nicht, es fehlen noch ein paar details. aber für's erste habe ich mich mal aufgerafft und meinem blog neues leben eingehaucht. da mein altes design nicht für blogger angepasst war und ich nun eine passende vorlage verwende, ist nun aber auf meinem blog einiges verloren gegangen. z.b. die ganzen kommentare :D oder das bei meinen älteren posts jetzt alle bilder verzogen sind (nice) ... aber das neue design bringt viele verbesserungen wie ich finde, ich kann jetzt endlich auch die statistiken richtig nutzen und meine reichweite messen. ich möchte meinen blog in zukunft etwas mehr ankurbeln und mir mehr zeit dafür nehmen. in den letzten monaten konnte ich meine begeisterung für das bloggen wieder richtig anheizen und ich habe grad wirklich bock drauf, einige projekte in angriff zu nehmen. falls ihr irgendwelche ideen oder anregungen habt: nur her damit! :)

tatendrang



wenn du mir sagst du würdest für mich über klippen springen, 
würdest du dann auch den fall in kauf nehmen?

wenn du mir sagst du würdest mich schützen vor der lauten welt,
würdest du mich dann meinem gehör berauben?

wenn du mir sagst du würdest dich mit mir auf die gleise legen,
würdest du angst vor dem zitternden boden bekommen?

wenn du mir sagst du würdest meine hand auf ewig festhalten,
würdest du mir dann auch handschellen anlegen?

wenn du mir sagst du würdest mit mir die sterne zählen,
würdest du dann auf die sternschnuppen warten?


und wenn du mir sagst du würdest dein leben mit mir verbringen wollen,
würdest du dann auch mit mir den tod empfangen?





i will breathe once more


meine lieben, frisch gebräunt bin ich zurück aus ibiza..eigentlich auch schon etwas länger aber ihr kennt das ja - nach dem urlaub braucht man ein paar tage um wieder zurück in die routine zu finden (das sollte ich auch mal meinem sportkalender sagen - kann mich nicht an mein letztes workout erinnern...) aber an einem so schönen sonntagabend nach einem ereignisreichen wochenende ist es wieder zeit geworden den laptop aufzustarten. leider habe ich keine blogtauglichen urlaubfotos für euch parat - stattdessen ist es mal wieder ein outfit geworden, das ich zu meiner "geburtstagsparty" getragen habe (es war am ende des tages wohl mehr ein ins totale-koma-saufen - ja, ich habe es wieder einmal fertig gebracht, bravo!) nicht spezielles eigentlich, enge high waist skinny jeans von bershka, dazu ein crop top von zara und meine zurzeit liebsten schuhe von h&m - grunge pur! dazu noch ein bisschen schmuck von primark. ansonsten habe ich nicht viel zu erzählen, alles läuft prima und ich werde mich gleich auch schon ins bett bewegen. es war ein lustiges aber auch anstrengendes wochenende - praktisch 24/7 party. thanks for that! 


lichtblick


"36 Grad und es wird immer heisser..." - dödödö um ehrlich zu sein ist es langsam kaum noch auszuhalten in der prallen sonne. da vergisst man mal für einen moment die melancholie, wenn man 24/7 im büro sitzt. mein praktikum hat echt nice angefangen, scheint vielversprechend zu werden. ansonsten freue ich mich wie blöd auf mein tattoo und auf die kommenden ferien in ibiza. um sich als bürohocker aber schon mal auf die affenhitze vorzubereiten, hab ich heute einen kleinen spaziergang durch die altstadt gemacht. manchmal übersieht man im alltagsstress so viele schöne kleine dinge. kleid übrigens von new yorker (aber schon älter - trotzdem immer noch eins von meinen favorites), hut von h&m (hab ewig gebraucht um endlich mal einen schönen zu finden). am samstag gehts für mich zum ersten mal nach montreux, freue mich mal wieder eine neue stadt ins visier zu nehmen. ich freue mich generell sehr auf die kommende zeit..obwohl nicht immer alles perfekt läuft (wann tut es das schon? aber eigentlich will ich das auch gar nicht..was wäre schon ein perfektes leben?), geniesse ich gerade jeden moment mit meinen kostbaren menschen. manchmal, wenn ich in seinen armen liege, habe ich das gefühl, es könnte draussen der brutalste krieg toben und ich würde mich trotzdem sicher fühlen...


Lass die platte sich drehen




komisch, wenn einem mal nichts im kopf rumschwirrt. keine gedanken, die sich auf papier bringen lassen, keine kritischen hinterfragungen oder zweifel, die sich in dein hirn graben. einfach nichts. als sässe ich in einem glaskasten. ich sehe und höre alles, aber irgendwie dringt es nicht ganz zu mir durch. stimmen verschwimmen zu einem gesang aus unverständlichen lauten. ich spüre die wärme auf meiner haut, als würde sie das eis um mich herum zum schmelzen bringen. aber ich weiche zurück, um mich wieder in meine höhle zu verkriechen. wo mir niemand erzählen kann, was da draussen auf mich wartet. denn alles, was ich brauche, ist hier. ich verstecke mich hier drin wie ein tier im streichelzoo. warte darauf, dass mir jemand seine hand hinstreckt um mich herauszulocken, mir über das fell zu streichen und mich anschliessen zu belohnen. dann habe ich bekommen was ich wollte, ziehe mich wieder zurück und das ganze spiel beginnt von vorne. ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob das erste zeichen von totaler gleichgültigkeit sind, oder ob ich vielleicht grad einfach keine lust darauf hab, entscheidungen zu treffen. ich nehme, was man mir gibt, und damit bin ich zufrieden. zumindest im moment.

windstill


bedecke meine augen
führe meine hand
lenke meinen blick

ich will nichts mehr sehen
nichts mehr hören
nur noch spüren

die ruhe frisst meine gedanken
lässt den herzschlag erklingen
als wären es laute trommeln

dein atem an meinem ohr
lässt mich das rauschen des meeres erahnen
du flüsterst, als würdest du den gesang der bäume wiedergeben

ein kuss auf meine stirn
umhüllt mich mit gutmütigkeit und wärme
in schutz und liebe schlafe ich

kein windstoss mag mich wieder tragen
weit weg in die kammer der gleichgültigkeit
vertreibst die nebelschwaden und den schmerz

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